Toskana – Eine Reise zwischen Kultur, Sonne, Strand und Meer

Toskana – Eine Reise zwischen Kultur, Sonne, Strand und Meer

Geschrieben von Sabine Hoier, am 31.08.2019.

Vor ein paar Wochen war es endlich so weit, unsere langersehnte einwöchige Reise in die Toskana konnte endlich beginnen. Wir hatten schon seit einigen Wochen alles geplant und vorbereitet: Es sollte einerseits eine Reise mit Entspannung in einem schönen Hotel am Meer und andererseits auch eine kulturelle Reise werden. Jetzt im Nachhinein können wir sagen, dass uns diese Kombination sehr gut gelungen ist.


Das Hotel

Wir hatten uns für diesen Urlaub für das im Mai neu eröffnete 4* Sentido Toscana Charme Resort (https://www.sentidohotels.com/de/hotels/sentido-toscana-charme-resort) in Calambrone entschieden und wir bereuten es keine Minute, denn wir verbrachten eine traumhaft schöne Woche direkt am feinen Sandstrand der Toskana.

Die Lage

Das Hotel befindet sich zwischen den zwei Städten Livorno (ca. 15 Minuten) und Pisa (ca. 25 Minuten) in der kleinen Ortschaft Calambrone. Da dieses keinen richtigen Ortskern hat, sondern vielmehr aus der Straße, die parallel zum Meer verläuft besteht, gibt es in der näheren Umgebung, außer einem kleinen Supermarkt und ein paar kleine Restaurants nicht viel zu entdecken.
Dies störte uns jedoch überhaupt nicht, da wir es uns abends gerne in der Rooftop Bar des Hotels gemütlich machten oder nach Pisa fuhren.
Auch für Ausflüge nach Lucca, Volterra, San Gimignano oder Siena bietet das Hotel die perfekte Ausgangslage.
Der einzige Punkt, der vielleicht ein wenig negativ angemerkt werden könnte, ist die Lage in der Einflugschneise des Flughafens von Pisa. So fliegen pro Stunde etwa 4-5 Flugzeuge in etwas tieferer Lage über das Hotel. Da wir aber auch sonst in der Großstadt wohnen, hat uns dies überhaupt nicht gestört. Und nachts landeten schließlich auch gar keine Flieger.

Die Hotelanlage

Wie schon erwähnt, wurde das Hotel erst diesen Mai eröffnet und ist somit noch ganz neu bzw. waren einige Zimmer noch gar nicht fertig, als wir dort waren. Von Baulärm oder dergleichen war jedoch nichts zu bemerken.
Zu beiden Seiten des Hotels gibt es kostenfreie Parkplätze, auf denen wir immer einen Platz für unser Auto fanden. Sobald alle Zimmer fertig sind und das Hotel komplett belegt ist, könnte es hier jedoch sehr knapp werden.
Alles in allem ist die Hotelanlage sehr modern und in weiß gehalten. Das Hotel verfügt über zwei Lifte, einen kleinen Fitnessraum, ein großes Restaurant mit einer kleinen Terrasse im Erdgeschoss, ein À-la-Carte Restaurant in der obersten Etage und eine daran anschließende Rooftop Bar.

Hotel Lobby
Hotel Lobby
Rezeption
Rezeption
Rooftop Bar
Rooftop Bar

Die Zimmer

Das Hotel verfügt über 116 modern eingerichtete Zimmer in mehreren Kategorien. Wir hatten ein Standard Zimmer mit einem großen Balkon, das leider zur Straße hinausging, aber trotzdem sehr leise war. Im Zimmer gab es eine Minibar und einen Tresor und das Badezimmer war mit einer riesigen Regendusche ausgestattet.

Der Poolbereich

Direkt vor dem Hotel gibt es einen tollen Pool mit Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich. Hier befinden sich zahlreiche Liegen und Sonnenschirme, von denen zu jeder Tageszeit zahlreiche frei waren. Ein zweiter kleinerer Infinitypool (ab 16 Jahren) befindet sich auf der Dachterrasse direkt bei der Rooftop Bar. Von hier hat man eine tolle Aussicht auf den Strand und das Meer.

Poolbereich vor dem Hotel
Poolbereich vor dem Hotel
Infinitypool...
Infinitypool…
...neben der Rooftop Bar
…neben der Rooftop Bar

Der Strand

Direkt vom Poolbereich aus führt ein kleiner Weg ein paar Meter hinunter zum breiten, traumhaft schönen Sandstrand. Pro Zimmer sind ein Sonnenschirm und 2 Liegen im Preis inkludiert und so kann man sich jeden Tag ganz gemütlich und ohne frühes Reservieren einen schönen Platz aussuchen. Einmal hatten wir sogar Glück und bekamen noch einen Sonnenschirm in der ersten Reihe mit freiem Blick aufs Meer.
Ansonsten gibt es noch eine kleine Strandbar, einen Beachvolleyballplatz und gleich nebenan ein nettes Strandrestaurant.

Das Restaurant und die Bar

Frühstück und Abendessen werden im Restaurant im Erdgeschoss in Buffetform serviert. In der Früh gibt es ein sehr großes Buffet, das alles bietet. Zusätzlich dazu werden Pancakes und Eiergerichte in der Live-Cooking-Station frisch zubereitet.
Beim Abendessen gibt es sowohl ein Antipasti- als auch ein Dessertbuffet. 1. und 2. Gang werden wieder frisch bei der Live-Coocking-Station zubereitet. Hier gibt es jeweils 3-4 Gerichte zur Auswahl, die man sich direkt beim Koch bestellt. Somit ist auch immer für jeden etwas dabei!
Nach dem Abendessen kann man den Tag dann bei einem Getränk auf der Rooftop Bar gemütlich ausklingen lassen und die tolle Aussicht oder den Sonnenuntergang genießen.

Außenbereich...
Außenbereich…
...des Restaurants
…des Restaurants
Sonnenuntergang...
Sonnenuntergang…
...auf der Rooftop Bar
…auf der Rooftop Bar

Das Service

Die Angestellten waren immer sehr freundlich und zuvorkommend. An der Rezeption wurden wir sehr nett begrüßt und sogar bis zu unserem Zimmer begleitet. Die Mitarbeiter sprechen alle englisch und teilweise sogar deutsch, was für uns aber eigentlich kein Kriterium war.
Besonders die Köche in der Live-Coocking-Station waren immer sehr freundlich und gut aufgelegt, sodass man sich gerne sein Essen dort abholte.
Auch das Servicepersonal im Speisesaal und an der Bar war sehr bemüht. Hier gibt es vielleicht noch etwas Luft nach oben. Aber auch wenn wir manchmal 1-2 Minuten länger auf unsere Getränke warten mussten, hat uns dies nicht weiter gestört.

Wir können das Hotel also nur jedem weiterempfehlen und würden auch selbst definitiv jederzeit wiederkommen!

Unsere Ausflüge

Pisa

Da am Montag leider schlechteres Wetter mit leichten Regenschauern angesagt war, entschlossen wir uns gleich an diesem Tag unseren ersten Ausflug nach Pisa zu machen.
Wir hatten uns schon vorab über die Parkmöglichkeiten informiert und konnten so den „Parcheggio di Piazza dei Miracoli“ ( Via Vecchia Barbaricina 10 – Einfahrt auf der Via Cammeo Carlo Salomone) direkt ins Navi eingeben. Der Parkplatz war sehr leicht zu erreichen, mit 2€ pro Stunde nicht allzu teuer und sogar gleich neben dem Schiefen Turm und dem Dom.
Wir machten uns dann auf den Weg zur Piazza dei Miracoli auf der sich der Schiefe Turm, der Dom, das Baptisterium und der Camposanto befinden. Wir besuchten als erstes den Duomo Santa Maria Assunta, dessen Eintritt kostenfrei ist, wenn man ein Ticket für das Baptisterium, den Schiefen Turm, den Camposanto, das Sinopie Museum oder das Opera del Duomo Museum hat. Die Tickets kann man sich ganz einfach online vorab auf der Seite https://www.opapisa.it/en/tickets/buy/ kaufen.
Der Dom ist wirklich riesig und sehr beeindruckend.

Piazza dei Miracoli
Piazza dei Miracoli
Innenraum des...
Innenraum des…
...Duomo...
…Duomo…
...Santa Maria Assunta
…Santa Maria Assunta
Dom
Dom

Wir hatten uns Tickets für das Baptisterium und den Camposanto gekauft und besuchten daher als nächstes die Taufkirche, die sich gleich neben dem Dom befindet. Diese ist ein großer Kuppelbau mit dem schön verzierten Taufbecken in der Mitte des Raumes. Eine Besonderheit des Battisteros, von der wir uns auch gleich selbst überzeugen konnten, ist die Akustik. Alle halbe Stunden findet eine kurze „Jodelvorführung“ statt, bei der ein Sänger einige Töne in den Raum singt und so das besondere Echo, das im Raum entsteht, zeigt. Wir hatten Glück und wurden gerade noch als letzte hereingelassen, bevor die kurze Vorführung startete.

Baptisterium
Baptisterium
Blick vom Rundgang
Blick vom Rundgang
Taufbecken
Taufbecken

Anschließend besuchten wir noch den Monumentalfriedhof Camposanto, der Ende des 15. Jahrhunderts auf Erde, die die Kreuzfahrer aus dem Heiligen Land mitbrachten, errichtet wurde. In dem kunstvoll gestalteten Rundgang wurden der Adel Pisas und vornehme Bürger in antiken Sarkophagen bestattet, wodurch der Friedhof auch als antikes Museum gesehen werden kann.

Im Anschluss durfte natürlich ein Stopp beim berühmten Schiefe Turm von Pisa nicht fehlen. Leider waren wir etwas zu spät dran und hatten daher online für Montag keinen passenden Zeitslot mehr für die Besteigung bekommen. Daher machten wir einfach nur ein paar Fotos vor dem Turm.

Anschließend machten wir noch einen Rundgang durch die Stadt und besichtigten die Piazza dei Cavalieri, die im Mittelalter das weltliche Stadtzentrum darstellte. Heute beherbergt der Palazzo dei Cavalieri die von Napoleon 1810 gegründete Elite-Universität Scuola normale superiore. Wir spazierten dann vorbei am Denkmal des Generals Giuseppe Garibaldi und über die Ponte di Mezzo, die älteste Arnobrücke, zur Kirche Santa Maria della Spina, die direkt am südlichen Arno-Ufer gelegen ist. Von dort ging es anschließend wieder zurück zum Parkplatz zu unserem Auto.

Piazza dei Cavalieri
Piazza dei Cavalieri
Blick von der Ponte di Mezzo
Blick von der Ponte di Mezzo
Santa Maria della Spina am Arno-Ufer
Santa Maria della Spina am Arno-Ufer

Da wir ja für Montag keinen Timeslot mehr für den Schiefen Turm bekommen hatten, buchten wir uns einen für Dienstag Abend 21:00 Uhr und fuhren einfach nach dem Abendessen im Hotel noch ein zweites Mal nach Pisa.
Bevor es hinauf auf den Turm ging, mussten wir unsere Taschen im Gebäude neben dem Camposanto in ein Schließfach sperren. Es waren nur eine Kamera oder ein Handy pro Person erlaubt, da der Aufgang doch ziemlich eng ist. Nach einer kurzen Sicherheitskontrolle durften wir pünktlich um 21:00 Uhr hinein bzw. hinauf. Oben angekommen konnten wir sogar noch den Sonnenuntergang bewundern und die schöne Aussicht auf die Stadt genießen.

Piazza dei Miracolo
Piazza dei Miracolo
Aufgang auf den Schiefen Turm
Aufgang auf den Schiefen Turm
Der Schiefe Turm von Pisa
Der Schiefe Turm von Pisa
Auch das Eingangstor ist schief
Auch das Eingangstor ist schief
Glocken auf dem Schiefen Turm
Glocken auf dem Schiefen Turm
Blick von oben auf den Dom
Blick von oben auf den Dom

Lucca

Während unseres Tagesausfluges ging es von Pisa weiter ins ca. 20 Minuten entfernte Lucca. Auch hier hatten wir uns schon einen Parkplatz in der Via Tagliate di Sant’Anna herausgesucht. Dieser liegt direkt vor der Stadtmauer von Lucca, ist sehr günstig und man erreicht das Zentrum nach nur wenigen Gehminuten. Der Parkplatz ist sehr groß und es gibt auch direkt eine Tourist Info inkl. kostenfreiem WC.

Wir spazierten von Westen her kommend in die Stadt hinein und machten als erstes einen Stopp auf der Piazza Cittadella, wo sich das Denkmal und auch das Geburtshaus von Giacomo Puccini befinden.
Anschließend besichtigten wir die nur wenige Meter entfernte Kirche San Michele in Foro, mit ihrer eindrucksvollen Fassade. Die Kirche ist eine der besterhaltenen und prächtigsten romanischen Monumente der Toskana.

Piazza Cittadell mit dem Puccini-Denkmal
Piazza Cittadella mit dem Puccini-Denkmal
San Michele in Foro
San Michele in Foro
Kirchenschiff
Kirchenschiff
Altarraum
Altarraum

Unser nächster Programmpunkt war der Duomo San Martino. Ganz besonders schön ist hier der sechsgeschossige Campanile mit den Arkaden, die sich nach oben hin erweitern, der aus dem 13. Jahrhundert stammt und sehr oft kopiert wurde.
Da uns der Eintritt aber etwas zu viel war, besichtigten wir den Dom hier nur von Außen.

Duomo San Martino
Duomo San Martino

Im Anschluss daran machten wir uns auf den Weg zum schönsten, noch erhaltenen Turm der Stadt, dem Torre Guinigi, auf dessen Dach seit dem 15. Jahrhundert Steineichen wachsen. Wir bezahlten die 5€ Eintritt und stiegen die 230 Stufen bis zur Aussichtsterrasse hinauf. Von hier oben hatten wir trotz des leichten Regens einen tollen Ausblick auf die ganze Stadt.

Torre Guinigi
Torre Guinigi
230 Stufen führen zur...
230 Stufen führen zur…
...Aussichtsterrasse
…Aussichtsterrasse
Ein toller Ausblick auf die Stadt...
Ein toller Ausblick auf die Stadt…
...wartet hier oben
…wartet hier oben

Unser letztes Ziel in Lucca war die schöne Piazza del Mercato. Früher befand sich hier das Römische Amphitheater aus dem 2. Jahrhundert. Der Architekt Lorenzo Nottolini legte dieses 1830 frei, ließ die Häuser, die auf den Fundamenten des Theaters standen, auf annähernd gleiche Höhe bringen und riss die übrigen ab. So konnte er die ovale Form des Amphitheaters nachahmen.

Piazza del Mercato
Piazza del Mercato

Livorno

Da Livorno nur ca. 15 Minuten von unserem Hotel entfernt lag, beschlossen wir am Mittwoch nach dem Abendessen einen kurzen Abstecher in die Hafenstadt zu machen. Leider wurden wir etwas enttäuscht, denn außer dem drittgrößten Containerhafen Italiens hatte Livorno nicht viel sehenswertes zu bieten.
Wir parkten auf einem Parkplatz direkt vor dem Kreuzfahrtterminal (Via della Cinta Esterna 23), welcher zu unserer Überraschung sogar kostenfrei war. Von dort spazierten wir an der alten Burganlage Fortezza Vecchia vorbei in Richtung Hafen.

Burganlage Fortezza Vecchia
Burganlage Fortezza Vecchia
Hafen von Livorno
Hafen von Livorno
Blick zum Kreuzfahrtterminal
Blick zum Kreuzfahrtterminal

Anschließend spazierten wir noch ins Zentrum der „neuen Altstadt“ zur Piazza Grande mit dem Dom San Francesco und zum Stadtviertel Venezia nuova. An den Kanälen, die diesen Teil der Stadt durchziehen, wurden im 17. Jahrhundert nach dem Vorbild Venedigs Wohnhäuser errichtet und heute findet man dort zahlreiche Restaurants und Cafes.

Volterra

Nach zwei Tagen Erholung am Meer stand am Donnerstag unser zweiter Tagesausflug auf dem Programm. Dabei war unser erstes Ziel an dem Tag das ca. eine Stunde entfernte Volterra. Die bekannte Stadt liegt schön eingebettet in die toskanische Hügellandschaft auf 550 Metern Höhe.
Wir parkten unser Auto in der in den Hügel gebauten Parkgarage Parcheggio La Dogana (Piazza Martiri della Libertà), die sich direkt vor der Altstadt befindet, aber trotzdem sehr preiswert ist. Von dort spazierten wir als erstes zum aus dem 12.Jahrhundert stammenden Duomo Santa Maria Assunta auf der Piazza San Giovanni. Leider war der Dom aufgrund von Renovierungsarbeiten geschlossen und wir konnten uns nur das Baptisterium ansehen, welches sich direkt nebenan befindet.

Typisch toskanische Landschaft rund um Volterra
Typisch toskanische Landschaft rund um Volterra
Aussicht von Volterra
Aussicht von Volterra
Duomo Santa Maria Assunta
Duomo Santa Maria Assunta
Baptisterium neben dem Dom
Baptisterium neben dem Dom
Taufbecken im Baptisterium
Taufbecken im Baptisterium

Im Anschluss daran gingen wir zur Piazza dei Priori, die sich direkt hinter dem Dom befindet und seit dem 9. Jahrhundert Marktplatz und später politisches Zentrum des mittelalterlichen Volterras war. Der dort befindliche Palazzo dei Priori ist das älteste Rathaus der Toskana und diente als Vorbild für viele weitere in der Toskana. Heute kann man den Palast inklusive der sich darin befindenden Ausstellungen besichtigen.

Piazza dei Priori...
Piazza dei Priori…
...mit dem Palazzo dei Priori
…mit dem Palazzo dei Priori
Eingangsbereich des Palazzo dei Priori
Eingangsbereich des Palazzo dei Priori

Wir spazierten anschließend ein wenig durch die schöne mittelalterliche Stadt, vorbei an der Burganlage Volterras, der Fortezza, die zu den schönsten der Toskana zählt und seit langem als Gefängnis genutzt wird, bis zur Porta Fiorentina, vor dessen Toren sich die Ruinen des Teatro Romano erstrecken. Teile der Tribünen und der Bühne des aus dem 1. Jahrhundert stammenden Amphitheaters sind heute noch erhalten. Direkt daneben liegen die Ruinen der Thermen, bei denen die Baderäume noch deutlich zu erkennen sind.
Unser letzter Programmpunkt in Volterra, war der Besuch eines Alabastergeschäfts. Hier werden die schönen kleinen Kunstwerke aus dem besonderen Stein, für den die Stadt berühmt ist, verkauft.

Teatro Romano
Teatro Romano
Ausblick auf das Umland Volterras
Ausblick auf das Umland Volterras
Altstadt...
Altstadt…
...von Volterra
…von Volterra
Alabaster-Geschäft in Volterra
Alabaster-Geschäft in Volterra

Anschließend setzten wir unsern Weg in Richtung San Gimignano fort. Unterwegs machten wir allerdings noch einen kurzen Stopp bei der Fattoria San Donato (http://www.sandonato.it/), die sich nur wenige Kilometer außerhalb der Stadt befindet. In der Fattoria kann man direkt ab Hof Weiß- und Rotweine aus den Trauben Vernaccia, Sangiovese, Canaiolo und Codorino sowie Grappa und Olivenöl aus eigener Produktion kaufen. Diese Chance ließen wir uns natürlich nicht nehmen.

Fattoria...
Fattoria…
...San Donato
…San Donato

San Gimignano

Im Anschluss daran ging es direkt weiter nach San Gimignano. Leider waren hier die oberen Parkplätze schon ausgelastet und wir mussten weiter unten am Parcheggio Giubileo P1 parken (https://www.comune.sangimignano.si.it/en/car-parks). Hier betrug die Gebühr € 1,50 pro Stunde.
Nach einem ca. 5-minütigen Spaziergang hinauf in Richtung Stadt, erreichten wir aber schon die Piazzale Martiri di Montemaggio und das Stadttor San Giovanni. Wir gingen die Via San Giovanni, auf der sich zahlreiche Geschäfte, Restaurants und Cafés aneinanderreihen, entlang hinein ins Stadtzentrum zur Piazza delle Erbe und der Piazza del Popolo. Hier konnte man bereits die zahlreichen Geschlechtertürme, die San Gimignano so bekannt machten und jährlich Millionen an Besuchern anlocken, sehen. Heute sind von den einst 72 mittelalterlichen Wohntürmen leider nur noch 15 erhalten, wobei man sich so viele Türme in ein einer doch sehr kleinen Stadt gar nicht richtig vorstellen kann.

Via San Giovanni
Via San Giovanni
Blick auf den Piazza del Duomo
Blick auf den Piazza del Duomo
Torre dei Cugnanesi

Torre dei Cugnanesi
Blick von der Piazza della Cisterna
Blick von der Piazza della Cisterna
Duomo Santa Maria Assunta
Duomo Santa Maria Assunta

Direkt auf den beiden Plätzen, auf denen noch ein Markt in vollem Gange war, befindet sich der Dom Santa Maria Assunta, der auch „La Collegiata“ genannt wird. Die €5 Eintritt waren es uns auf jeden Fall wert, da sich im Inneren der Kirche einer der wichtigsten Kunstschätze der Welt befindet. Das Kircheninnere ist mit zahlreichen Fresken geschmückt, darunter ein Freskenzyklus aus dem Mittelalter von Barna da Siena, der Szenen aus dem Leben und der Passion Christi zeigt.

Der Dom von Außen...
Der Dom von Außen…
...und Innen
…und Innen
Fresken an der Decke...
Fresken an der Decke…
...und in den Seitenschiffen
…und in den Seitenschiffen

Im Anschluss daran besuchten wir die Vernaccia di San Gimignano Wine Experience (http://www.sangimignanomuseovernaccia.com/lang-eng.php). Hier kann man in der unteren Etage selbständig aus 16 verschiedenen Vernaccia di San Gimignano DOCG und Vernaccia di San Gimignano DOCG Riserva Weine verkosten. Dazu kauft man sich einfach eine kleine Scheckkarte, auf die das gewünschte Guthaben gebucht wird und dann kann man sich damit die gewünschte Menge bei den „Weinautomaten“ auswählen und herunterlassen. Wir wählten den Mindestbetrag von €10 und konnten so 5 verschiedene Weine zu je €2 verkosten.
In der oberen Etage hat man die Möglichkeit im Zuge einer Multimedia Tour die Region um San Gimignano und dort Produzierten Weine kennen zu lernen.

Blick von der Burganlage Rocca di Montestaffoli
Blick von der Burganlage Rocca di Montestaffoli
 Vernaccia di San Gimignano Wine Experience
Vernaccia di San Gimignano Wine Experience

Danach spazierten wir zur Piazza della Cisterna, die sich ebenfalls direkt im Stadtzentrum befindet. Hier statteten wir der Gelateria Dondoli (http://www.gelateriadondoli.com/), die das weltbeste Eis haben soll, einen Besuch ab. Die Schlange der anstehenden Personen, reichte zwar bis hinauf auf den Platz, aber es ging dann ziemlich schnell und wir konnten unser wirklich köstlich schmeckendes Eis genießen.

Piazza della Cisterna
Piazza della Cisterna
Zisterne und  Torre del Diavolo auf der Piazza della Cisterna
Zisterne und Torre del Diavolo auf der Piazza della Cisterna
Die berühmte Gelateria Dondoli
Die berühmte Gelateria Dondoli
Lauter köstliche Eissorten
Lauter köstliche Eissorten
Da fiel es schwer sich zu entscheiden
Da fiel es schwer sich zu entscheiden

Anschließend gingen wir die Via San Giovanni, nicht ohne ein paar Einkaufs-Stopps gemacht zu haben, wieder zurück bis zum Stadttor und in weiterer Folge zu unserem Auto. Wir setzten dann unsere Fahrt nach Siena, dem letzten Stopp des Tages, fort.

Siena

Auch hier hatten wir uns schon vorab einen Parkplatz, der ziemlich im Stadtzentrum lag, herausgesucht: Autosilo Pian D’Ovile in der Via Pian D’Ovile 16. Der Parcheggio Autosilo Pian D’Ovile ist eigentlich ein kleines Parkhaus und dadurch etwas enger; wir hatten aber eigentlich keine Probleme.

Wir besuchten dann als erstes die mächtige Backstein-Basilika San Domenico. Das Innere der Kirche besteht aus einer einschiffigen, riesengroßen und lichtdurchfluteten Halle. Das Glanzstück ist die von Sodoma und Francesco Vanni vollständig ausgemalte Katharinenkapelle auf der rechten Seite des Langhauses.

Basilica San Domenico
Basilica San Domenico
Innenraum der Basilika
Innenraum der Basilika
Blick von der Basilika auf die Innenstadt
Blick von der Basilika auf die Innenstadt

Anschließend spazierten wir zur Piazza del Duomo, wo am höchsten Punkt der Stadt der wirklich beeindruckende Duomo Santa Maria Assunta thront. Als er im 13. Jahrhundert erbaut wurde, strebte man an, ihn sogar größer als den Petersdom zu machen, was allerdings nicht verwirklicht wurde. Nichtsdestotrotz ist er wegen seiner prächtigen Fassade, dem marmorverkleideten Innenraum, der beeindruckenden Kuppel und dem einzigartigen Marmorfußboden definitiv einen Besuch wert. Eine weitere Besonderheit ist die Libreria Piccolomini, die sich im linken Seitenschiff befindet. Die prächtigen Fresken zeigen die wichtigsten Lebensstationen des Enea Silvio Piccolomini.
Um den Dom besichtigen zu können, musste man natürlich wieder Eintritt bezahlen. Wir kauften uns den Opa Si Pass (€15), ein Kombiticket für die Kathedrale, das Baptisterium, die Krypta und das Museo dell’Opera (https://operaduomo.siena.it/en/) und starteten dann mit der Besichtigung des Doms.

Duomo Santa Maria Assunta
Duomo Santa Maria Assunta
Innenraum des Doms
Innenraum des Doms
Kuppelraum
Kuppelraum
Altarraum
Altarraum
Kanzel
Kanzel
Fresken in der der...
Fresken in der der…
...Libreria Piccolomini
…Libreria Piccolomini
Deckenfresken
Deckenfresken

Nicht weniger beeindruckend ist das Battistero di San Giovanni, welches direkt unter dem Chor liegt. Das Innere der Taufkirche ist mit Fresken in leuchtenden Farben, die vor allem den Christuszyklus zeigen, verziert. Ein weiteres Meisterwerk ist das aus der früheren Renaissance stammende hexagonale Taufbecken.

Wir machten auch einen kurzen Abstecher in die Krypta, die sich unter dem Dom befindet, und Überreste alter Fresken zeigt.

Battistero di San Giovanni
Battistero di San Giovanni
Krypta unter dem Dom
Krypta unter dem Dom

Da wir beide nicht so sehr an Museen interessiert sind, ließen wir das Dommuseum Museo dell’Opera aus. Stattdessen machten wir uns auf den Weg zur weltberühmten Piazza del Campo. Die muschelförmige Platzanlage mit ihrem charakteristischen Ziegelsteinpflaster ist noch fast genauso erhalten, wie sie im 14. Jahrhundert angelegt wurde. Zweimal im Jahr findet hier das berühmte Pferderennen „Palio“ statt. Der Palio ist ein brutales und gnadenloses Rennen, bei dem zehn reinrassige Rennpferde für ihr Stadtviertel drei Mal den Platz umrunden müssen. Vor dem Start am Gaia-Brunnen ziehen Fahnenschwenker über den Platz und tragen den Palio herein, eine bemalte Fahne für den Sieger.
Die nicht gerade günstigen Tickets für den Palio sind unter Einheimischen und Touristen gleichermaßen begehrt und daher sehr schnell vergriffen.

Piazza del Campo
Piazza del Campo
Palazzo Pubblico auf der Piazza del Campo
Palazzo Pubblico auf der Piazza del Campo

Der Palazzo Pubblico, das Rathaus, befindet sich direkt an der Piazza del Campo, und stellt eines der vollkommensten Beispiele gotischer Architektur in Italien dar. Neben ihm steht der Torre del Mangia, ein im 14. Jahrhundert errichteter 102 Meter hoher Turm. Sein Name geht auf den Glöckner zurück, den die Sienesen „Mangiaguadagni“ nannten. Von der mit Zinnen besetzten Plattform hat man einen herrlichen Ausblick auf die gesamte Stadt. Dies ließen wir uns natürlich nicht entgehen und kauften uns ein mit €10 nicht gerade günstiges Ticket für den Aufstieg (https://www.comune.siena.it/La-Citta/Cultura/Strutture-Museali/Torre-del-Mangia).

Palazzo Pubblico
Palazzo Pubblico
Innenhof des...
Innenhof des…
...Palazzo Publicco
…Palazzo Publicco

Wir hatten Glück und bekamen ein Zeitfenster 20 Minuten später. Nach ein paar Etagen, mussten wir unsere Taschen in einem Schließfach verstauen und durften nur eine Kamera oder ein Handy mitnehmen, da der Aufstieg teilweise sehr eng ist.
Unserer Meinung nach hat es sich aber auf alle Fälle gelohnt. Die Aussicht von oben ist wirklich atemberaubend.

Blick Richtung Dom
Blick Richtung Dom
Dom und Basilika San Domenico
Dom und Basilika San Domenico
Blick auf Siena
Blick auf Siena
Aufgang auf den Turm
Aufgang auf den Turm

Mit diesem Besuch ging unser Aufenthalt in Siena auch schon wieder zu Ende und wir machten uns auf den Rückweg zu unserem Auto und in weiterer Folge zu unserm Hotel. Die Fahrt von Siena zurück nach Calambrone dauerte etwa noch 1.45 Stunden. 

Florenz

Da Florenz auf unserem Rückweg nach Österreich lag, hatten wir uns die Stadt für Samstag aufgehoben und machten uns nach einem letzten Frühstück im Hotel auf den Weg. Die Fahrt von Calambrone bis zum Parkplatz dauerte ca. 1,5 Stunden. Da wir unser gesamtes Gepäck im Auto hatten, suchten wir uns für Florenz ein Parkhaus heraus, den Parcheggio Beccaria (http://www.fipark.com/beccaria/). Dieses liegt direkt auf der Hauptstraße, die die Altstadt umgibt und man erreicht dadurch die Sehenswürdigkeiten nach nur einem kurzen Fußmarsch. Noch dazu war sie mit nur €1,70 pro Stunde für Florenz sehr günstig.

Als erstes machten wir uns auf den Weg zur Kirche Santa Croce, die heute die größte Franziskanerkirche der Welt ist. Sie verfügt über sechzehn Kapellen mit herrlichen Freske und erlangte vor allem aufgrund der Grabmäler vieler bemerkenswerter italienischer Personen, wie Galilei, Michelangelo oder Rossini, Bekanntheit.

Kirche Santa Croce
Kirche Santa Croce
Innenraum mit zahlreichen Grabmälern
Innenraum mit zahlreichen Grabmälern
Altarraum
Altarraum
Baroncelli Kapelle
Baroncelli Kapelle

Auch heute befindet sich neben der Kirche noch das Franziskanerkloster, dessen Innenhöfe man im Zuge der Kirchenbesichtigung auch sehen kann.

Brunelleschis Kreuzgang
Brunelleschis Kreuzgang
Klosterinnenhöfe
Klosterinnenhöfe
Innenhof mit der Pazzi Kapelle im Hintergrund
Innenhof mit der Pazzi Kapelle im Hintergrund

Unser nächstes Ziel war die Piazza della Signoria mit dem Palazzo Vecchio und der dahinterliegenden Galleria degli Uffizi. Die Piazza ist seit fast 600 Jahren das politische Zentrum der Stadt und sie wird vom burgartigen Palazzo Vecchio, in dem sich heute das Museo di Palazzo Vecchio befindet, beherrscht.
Nur wenige Schritte rechts vom Hauptportal des Palazzos befindet sich der Eingang zur Galleria degli Uffizi, die heute zu den bedeutendsten Gemäldegalerien der Welt gehört. Die dreiflügelige Anlage, die sich bis zum Arno erstreckt umfasst mehr als 1500 Exponate, unter anderem bestehend aus Gemälden dem weltberühmten grafischen Kabinett und antiken Skulpturen. Die wohl berühmteste Skulptur ist „Der David“ von Michelangelo, die als die erste Monumentalstatue der Hochrenaissance und bekannteste Skulptur der Kunstgeschichte gilt. Eine Kopie der Statue befindest sich heute direkt vor dem Eingang zu den Galerien.

Piazza della Signoria mit dem Palazzo Vecchio
Piazza della Signoria mit dem Palazzo Vecchio
Eingang zu den Uffizien im Palazzo Vecchio
Eingang zu den Uffizien im Palazzo Vecchio
Die berühmte David-Statue
Die berühmte David-Statue
Palazzo Vecchio
Palazzo Vecchio

Nur wenige Meter vom Palazzo Vecchio und den Uffizien entfernt befindet sich die berühmte Ponte Vecchio, die wir als nächstes besuchten. Sie ist die älteste Brücke der Stadt und wurde bereits im 14. Jahrhundert erbaut und dient seit dem 16. Jahrhundert gleichzeitig auch als Einkaufspassage. Zuerst richteten Metzger, später nur noch Goldschmiede ihre Läden auf der Ponte Vecchio ein. Dabei ist es bis heute geblieben.

Ponte Vecchio
Ponte Vecchio
Blick von der Ponte Vecchio
Blick von der Ponte Vecchio
Blick von der Ponte S. Trinita auf die Ponte Vecchio
Blick von der Ponte S. Trinita auf die Ponte Vecchio

Wir spazierten dann die Via Guicciardini noch ein Stück entlang bis zur Piazza dei Pitti auf der sich der Palazzo Pitti befindet. Der dreistöckige Palast am anderen Arnoufer entstand ursprünglich im 15. Jahrhundert als Wohnhaus des reichen Bankiers Luca Pitti. Ein Jahrhundert später kauften ihn die Medici und erweiterten ihn um den berühmten 45000 m² großen Giardino di Boboli inklusive Wasserspielen und Amphitheater sowie einen gigantischen Innenhof. Heute beherbergt der Palazzo mehrere Museen.

Palazzo Pitti
Palazzo Pitti

Unser nächstes Ziel war die gotische Dominikanerkirche Santa Maria Novella, die durch ihre mit weiß-grünem Marmor verkleidete Fassade beeindruckt. Besonders sehenswert sind hier die mit Fresken und reichen Kunstschätzen ausgestatteten Kapellen und das Querhaus.
Mit €7,50 war uns hier der Eintritt aber etwas zu hoch und so entschieden wir uns gegen einen Besuch im Inneren der Kirche (https://www.smn.it/en/).

Marmorverzierte Fassade der...
Marmorverzierte Fassade der…
...Kirche Santa Maria Novella
…Kirche Santa Maria Novella

Ein paar Gehminuten von Santa Maria Novella entfernt befindet sich der Mercato Centrale. Der große Markt besteht aus zwei Teilen: dem äußeren San Lorenzo Markt, der sich auf den Straßen rund um die Kirche San Lorenzo befindet und wo Lederwaren, Taschen und Gürtel angeboten werden, und dem inneren Teil, der sich in der Markthalle befindet. Hier werden Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Käse und traditionelle Produkte angeboten.
Wir nutzten die Gelegenheit und kauften uns hier selbstgemachte und frisch zubereitete Nudeln als kleinen Snack zwischendurch.

Typisch italienische Produkte an einem Stand in der Markthalle
Typisch italienische Produkte an einem Stand in der Markthalle
Die berühmte Medici-Kapelle
Die berühmte Medici-Kapelle
 Kirche San Lorenzo

Gleich hinter der Markthalle befindet sich die Kirche San Lorenzo mit der berühmten Cappelle Medicee. Die Kirche ist eine der bedeutendsten Renaissancekirchen und auch eine der ältesten der Stadt. Sie wurde schon 393 eingeweiht und seit 1418 erweitert. San Lorenzo diente als Pfarrkirche der Medici-Familie und ist auch die Begräbnisstätte aller bemerkenswerten Familienmitglieder einschließlich Cosimo de Medici, dem ersten der Medici-Herrscher. So ist auch die Medici-Kapelle, in der die Körper bestattet wurden der bekannteste Teil der Kirche. Für die Gestaltung der Kapelle und auch zahlreicher Sarkophage war auch hier Michelangelo verantwortlich.
Auch hier entschieden wir uns aufgrund der hohen Eintrittspreise und auch wegen Zeitmangels gegen eine Innenbesichtigung (http://basilicadisanlorenzofirenze.com/).

Zwei der wichtigsten Bauwerke der Stadt sind natürlich der Dom und das Baptisterium, welche wir als nächstes besuchten. Der Duomo Santa Maria del Fiore ist einfach riesig und atemberaubend. Man kommt aus einer der kleinen Gassen des Domviertels und steht plötzlich vor diesem großen und eindrucksvollen Monument. Der Bau dem Doms begann bereits im 13. Jahrhundert und wurde mit der Fertigstellung der Fassade, so wie sie heute ist, erst im 19. Jahrhundert abgeschlossen. Mit 153 m Länge und 38 m Breite ist Santa Maria del Fiore nach dem Petersdom in Rom, der Londoner St. Paul’s Cathedral und dem Mailändern Dom die viertgrößte Kirche der Christenheit. Eine besondere Meisterleistung dabei war die achteckige, 107 m hohe Kuppel, deren Durchmesser 45 m beträgt. Das Innere des Doms bietet eine weitere Überraschung: Denn man betritt eine schmucklose, kühle, dreischiffige Halle. Erst auf den zweiten Blick kann man einzelne Kunstwerke, von denen es nicht wenige gibt, erkennen.
Auch das Battistero San Giovanni ist nicht weniger beeindruckend als der Dom selbst. Die Taufkirche, die aus dem 11. Jahrhundert stammt und im Stil der klassizierenden Romantik erbaut wurde, befindet sich direkt vor dem Duomo.
Eigentlich hatten wir geplant gehabt den Dom von Innen zu besichtigen. Als wir dort ankamen sahen wir allerdings schon die langen Schlangen vor dem Dom, dem Baptisterium, dem Campanile und auch dem Eingang zum Kuppel-Aufstieg. Wir hätten es noch in Kauf genommen, uns für den Besuch im Dom anzustellen, allerdings gab es nur ein Kombiticket für Dom, Kuppel, Campanile, Taufkirche und Museo dell’Opera um €20 (https://www.museumflorence.com/). Da die Schlangen aber so lange waren, dass man bei jedem Eintritt eine halbe bis eine Stunde in der Sonne hätte warten müssen, entschieden wir uns schweren Herzens gegen das Ticket. Wir fanden es sehr schade, dass es kein Einzelticket für den Dom gibt.

Duomo Santa Maria del Fiore
Duomo Santa Maria del Fiore
Dom und Campanile
Dom und Campanile
Battistero San Giovanni
Battistero San Giovanni

Da es dann ohnehin schon etwas später am Nachmittag war und wir doch noch ein Stück zu fahren hatten, machten wir uns auf den Rückweg zu unserem Auto und setzten unsere Fahrt in Richtung Ferrara bzw. Occhiobello, wo wir unser Zimmer für diese Nacht gebucht hatten, fort.
Nach ca. 1,45 Stunden Fahrt erreichten wir den kleinen Ort am Rande von Ferrara und bezogen unser Zimmer im Casa di Campagna B&B La Corte (https://www.booking.com/hotel/it/bed-and-breakfast-la-corte.de.html?label=gen173bo-1DCAEoggI46AdIB1gDaA6IAQGYAQe4ARfIAQzYAQPoAQH4AQOIAgGYAiGoAgO4ApT1_-oFwAIB;sid=dd0d2a0b6527797f935d44cf00358457). Der Besitzer Marco begrüßte und gleich herzlich, führte uns durchs Haus und zeigte und erklärte uns alles. Wir hatten ein nettes, sehr sauberes Zimmer, das sogar mit einer Klimaanlage ausgestattet war. Es gab auch einen kleinen Pool gleich neben dem Haus, den wir gerne nutzen konnten. Positiv überrascht waren wir von dem Angebot, dass wir uns alles aus dem Kühlschrank im Frühstücksraum nehmen dürften, sollten wir noch Hunger oder Durst haben. Auch neben dem Pool gab es einen Kühlschrank mit diversen Softdrinks, bei denen wir uns einfach bedienen durften.

Casa di Campagna B&B La Corte
Casa di Campagna B&B La Corte
Unser Zimmer
Unser Zimmer

Ferrara

Wir beschlossen am Abend noch für ein paar Stunden nach Ferrara zu fahren, um einen kleinen Spaziergang durch die Stadt zu machen und Abend zu essen. Marco empfahl uns den Parkplatz Ex Mof in der Via Darsena, der sogar kostenfrei ist. Von hier ist man in ca. 10 Minuten in der Altstadt.
Wir gelangten als erstes zum Palazzo Municipale, auf dem gerade der Wettbewerb Argentea Tenzone stattfand. Dabei traten Gruppen von Flaggenwerfern, Trompetern und Trommlern mit unterschiedlichen Darbietungen gegeneinander an.

 Argentea Tenzone mit...
Argentea Tenzone mit…
...Trommlern...
…Trommlern…
 Flaggenwerfern und Trompetern
Flaggenwerfern und Trompetern

Anschließend spazierten wir zur Kathedrale, der Basilica di San Giorgio, die auch das größte religiöse Bauwerk der Stadt und durch die überdachte Passage mit dem Palast des Erzbischofs verbunden ist. Gemeinsam mit dem historischen Stadtkern von Ferrara wurde sie zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt.

Basilica di San Giorgio bei Tag...
Basilica di San Giorgio bei Tag…
...und bei Nacht
…und bei Nacht

Direkt im Zentrum fanden wir eine sehr nette Pizzeria und konnten uns dort noch ein letztes Mal eine köstliche Pizza schmecken lassen. Natürlich durfte auch nochmals ein Eis als Nachspeise nicht fehlen.
Vorbei am Castello Estense, das im 14. und 15. Jahrhundert den Herzögen als Residenz diente und heute Sitz der Provinzverwaltung ist, spazierten wir wieder zurück zu unserem Auto und machten uns auf den Rückweg nach Occhiobello.

Castello Estense
Castello Estense
Innenhof der Burganlage
Innenhof der Burganlage
Wassergraben rund um das Castello
Wassergraben rund um das Castello

Am nächsten Morgen, nach einem sehr auswahlreichen Frühstück in unserem B&B, hieß es dann auch schon wieder Abschied zu nehmen von Italien. Leider mussten wir uns wieder auf den Rückweg nach Österreich machen.

Alles in allem hat uns dieser Urlaub sehr gut gefallen. Es war eine sehr schöne Kombination aus kulturellen Ausflügen, Erholung und Entspannung am Meer. Wir können jedem eine Reise in die Toskana nur sehr empfehlen. Es ist eine sehr schöne Region mit zahlreichen tollen Städten die unglaublich viel zu bieten haben.

Hi, I’m Laura and I live in Calambrone.
It is a pleasure to read your travel diary!
But I discovered that unfortunately nobody tells you that Calambrone has an important history: it was created around 1930 and every building along Viale del Tirreno was created as accommodation for children with few economic possibilities or health problems on vacation. Also the building of your hotel was one of these and over the years it then became a school and a military site during the Second World War



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