Wings for Life World Run 2019 – „Running for those who can’t“

Wings for Life World Run 2019 – „Running for those who can’t“

Geschrieben von Sandro, am 06.05.2019.

Letztes Wochenende war es wieder soweit, der Wings for Life World Run stand wie jedes Jahr bei uns am Programm. Dieses Mal war es für uns bereits die vierte bzw. fünfte Teilnahme an diesem spektakulären und ganz besonderen Laufevent.


Was ist der Wings For Life World Run?

Für all jene, die nicht wissen, worum es sich beim Wings for Life World Run handelt, folgend eine kurze Erklärung. Das Besondere bei diesem Lauf ist, dass auf der ganzen Welt hunderttausende Teilnehmer zur gleichen Zeit an den Start gehen. Bei 12 Laufevents auf allen Kontinenten starten um 11:00 Uhr UTC (in Wien somit um 13:00 Uhr) alle Profi- und Hobbysportler mit dem gleichen Ziel: Querschnittlähmung heilbar zu machen. So ist auch das Thema der Veranstaltung „Running for those who can’t“ und 100% des Startgeldes (mindestens €50,00 pro Person) kommen Forschungsprojekten der Stiftung für Rückenmarksforschung, die an der Heilung von Querschnittslähmung arbeitet, zugute.

Eine weitere Besonderheit dieses Laufes, bei dem Läufer und Rollstuhlfahrer gemeinsam teilnehmen, ist, dass es keine fixe Ziellinie gibt. Das Catcher Car ist nämlich die „bewegliche Ziellinie“, das  30 Minuten nach dem Start die Verfolgung der Läufer aufnimmt. So wird früher oder später jeder Teilnehmer eingeholt und beendet somit seinen Lauf.

Wer nicht in der Nähe eines Laufevents wohnt, hat ebenfalls die Möglichkeit mitzulaufen – mit dem Wings for Life App Run. Dabei kann man per App seine persönliche Laufstrecke in der eigenen Stadt gestalten oder sich einer schon bestehenden Kleingruppe anschließend und dann ebenfalls zur gleichen Zeit, wie der Rest der Welt starten. Hier wird man dann einfach von einem virtuellen Catcher Car irgendwann eingeholt.

Samstag: Einstimmen auf den Lauf

Wie auch in den letzten Jahren schon, fand die Startnummernausgabe am Samstag in der Universität Wien statt. Wir machten uns also am Nachmittag gemeinsam auf den Weg zur Uni, um unsere Nummern und die Runnersbags abzuholen. Die Ausgabe war im Innenhof als Rundgang aufgebaut. Als erstes kamen in numerischer Reihenfolge die Stationen, bei denen man seine Startnummer bekam. Dann ging es weiter zur Ausgabe der Runnersbags, die mit Getränken, einer Rettungsdecke, Magnesium, einem Multifunktionstuch und Gutscheinen gefüllt waren. Danach wurde man bei einem Stand mit diversen Red Bulls eingedeckt, bevor es weiter zur T-Shirt-Ausgabe ging. Schon bei der Anmeldung zum Lauf musste man seine T-Shirt-Größe angeben und konnte sich so dann sein entsprechendes Salomon-Lauf-Shirt holen. Da die Shirts dieses Jahr leider sehr klein ausfielen, mussten wir beide auf eine Nummer größer wechseln, aber auch dies war dann schließlich kein Problem.

Vor der Uni geparkt: Der Audi SUV mit dem Mattias Ekström die Mausefalle hinaufgefahren ist
Vor der Uni geparkt: Der Audi SUV mit dem Mattias Ekström die Mausefalle hinaufgefahren ist
Photobox vor dem Catcher Car.
Photobox vor dem Catcher Car.

Anschließend spazierten wir noch über den Rathausplatz, auf dem die unterschiedlichen Sponsoren ihre Stände aufgebaut hatten, machten uns aber relativ bald wieder auf den Heimweg, da das Wetter leider alles andere als frühlingshaft war.

Sonntag: Laufen für die, die es nicht können

Wir hatten ja in den letzten Tagen schon immer wieder mit wachsender Besorgnis auf die Wetterprognosen geschaut. Leider bestätigten sich diese gleich am Sonntag in der Früh, als wir aus dem Fenster schauten. Es regnete beständig vor sich hin und hatte nur noch frische 3°C.
Auch im Laufe des Vormittages besserte sich das Wetter leider nicht und so war dieses Mal der Zwiebellook mit der Regenjacke als oberste Schicht angesagt.

Um nicht schon vor dem Lauf allzu nass zu werden machten wir uns dieses Mal erst ziemlich spät, nämlich um 12:00 Uhr, auf zum Rathausplatz und dem Startbereich. Dort angekommen gaben wir unsere Kleiderbeutel bei den bereitstehenden LKWs ab und dann hieß es ohnehin schon bald Aufstellung zu nehmen.
Wir hatten den zugewiesenen Startblock 2, von vier Blocks und bekamen dort relativ weit vorne einen Platz.
Nach einigen motivierenden und auch etwas wärmenden Songs, Wellen und dem Durchgeben der großen Flagge, fiel dann pünktlich um 13:00 Uhr für alle Läufer weltweit gleichzeitig der Startschuss.

Anfangs etwas zögerlich, aber nach einigen Metern bald schön flüssig, ging es über den Ring in Richtung Kai los. Die ersten Meter liefen Sandro und ich noch gemeinsam, wir trennten uns dann aber bald darauf, da er ja doch um einiges schneller war als ich.

Die Strecke ging dann weiter über den Ring bis zur Staatsoper und zum Karlsplatz, wo ca. bei Kilometer 4 auch schon die erste Versorgungstation aufgebaut war. Hier wurden die Läufer mit Wasser, Red Bull, Isostar und Bananen versorgt. Dann ging es weiter über die Linke Wienzeile stadtauswärts bis zum Margaretengürtel und hier weiter ein Stück bergauf über den Gürtel bis zum Westbahnhof. Dies war wohl auch das anstrengendste Stück. Anschließend bogen wir nach rechts auf die Mariahilferstraße und liefen diese entlang, vorbei am Museumsquartier, bis wir wieder den Ring erreichten.  Für mich war dieses Stück, vorbei an der zweiten Verpflegungsstation, das angenehmste Stücke, da es hier die ganze Zeit leicht bergab ging.
Am Ring passierte ich dann auch die 10-Kilometermarke, die ich unbedingt erreichen wollte. Leider war kurz danach das berüchtigte Catcher Car mit dem Motocross-Fahrer Matthias Walkner am Steuer auch schon da und überholte mich direkt vor dem Rathausplatz bei 10,6 Kilometern. Somit konnte ich meinen Rekord vom letzten Jahr mit 11,49 Kilometern nicht ganz erreichen.

Was passierte in der Zwischenzeit bei Sandro?

Nachdem Sabine und ich uns etwa auf Höhe der Universität getrennt hatten, absolvierte auch ich die Strecke über Ring und Linke Wienzeile. Mein ursprüngliches Ziel waren zumindest 10 Kilometer zu erreichen, da ich zuvor nur einmal laufen war. Den kühlen Temperaturen sei Dank fühlte ich mich aber doch recht gut und stellte bereits kurz vor dem Anstieg zum Westbahnhof fest, dass es sicher mehr als nur 10 Kilometer werden. Auf der Mariahilferstraße war dann die zweite Labestation, bei der ich mich mit einer halben Banane und einem Iso-Getränk versorgte.

Dort konnte ich wieder eine Besonderheit des Wings for Life World Runs erleben, denn auch Promis und Sportler laufen hier mit. So lief ich bis zum Rathaus auf einer Höhe mit den Ö3 Moderatoren, Gabi Hiller und Philipp Hansa.

Die Laufstrecke setzte sich über den Ring weiter bis zum Schottentor fort. Von dort ging es dann auf einer Schleife durch den 9. Bezirk wieder bis zum Kai und am Donaukanal entlang. Dort war dann auf der Höhe des berühmten Hundertwasserhauses bei 16,5 Kilometern auch für mich schließlich Schluss.

Zufrieden bei der 16-Kilometer-Marke
Zufrieden bei der 16-Kilometer-Marke

Ziel

Während ich auf dem Rückweg zum Rathausplatz war, holte Sabine inzwischen unseren Kleiderbeutel wieder ab und konnte sich bei einem Tee ein wenig aufwärmen. Natürlich durfte auch eine Medaille nicht fehlen. Anschließend machten wir uns komplett durchnässt und erfroren, aber nichts desto trotz mit einem guten Gefühl auf den Weg nach Hause, wo eine heiße Dusche auf uns wartete.

Sabine und Julia beim Start
Sabine und Julia beim Start
Die verdiente Medaille
Die verdiente Medaille

Uns hat das Event trotz des wirklich sehr bescheidenen Wetters sehr viel Spaß gemacht und auch der Stimmung konnten Regen und Kälte nichts anhaben.

Wir können es jedem nur empfehlen selbst einmal daran teilzunehmen und auch für die zu laufen, die es nicht können!

Sabine's Finisher Certificate
Sabine’s Finisher Certificate
Sandro's Finisher Certificate
Sandro’s Finisher Certificate

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